Eigentums- und Steuerrechte in der Türkei

 

 

 

Die Türkei bietet fast alles was Deutsche im Urlaub suchen: Das Land ist ein Paradies der Sonne, des Meeres, sowie der Berge und Seen. Das milde Klima und die mehr als 300 Sonnentagen im Jahr sind hauptauschlaggebend für das Land. Beim Kauf von Immobilien ist die Türkei ein schlagkräftiger Konkurrent gegenüber Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich. Die Türkei ist diesen Ländern preislich in kostengünstiger Hinsicht überlegen. Die Preise sind vergleichbar mit denen auf Mallorca vor ca. 20 Jahren. Die Lebensunterhaltungskosten sind ebenfalls günstiger als die in den oben genannten Ländern.

 

 

 

Die Staatsangehörigen dieser Länder dürfen grundsätzlich ohne Probleme in der Türkei Immobilien erwerben: Deutschland, Belgien, Luxemburg, Holland, Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Irland, Spanien, Italien, Norwegen, Griechenland, Australien, Kanada, sowie einige Südamerikanische und Afrikanische Staaten.

Ausländische Privatpersonen dürfen unter einigen Einschränkungen in der Türkei Immobilien erwerben. Laut §35 des Grundgesetzes der Türkei, dürfen ausländische  Privatpersonen, solange die Gesetzlichen Anordnungen nicht geändert werden und auf Gegenseitigkeit beruhen, in der Türkei einen Grundbesitz kaufen oder erben. Das bedeutet, dass Angehörige von Nationen, die dem türkischen Staatsbürger den Grunderwerb gestatten, auch in der Türkei Immobilien kaufen können.

 

 

 

Das Grundbuch ist vor Abschluss eines Kaufvertrages zu überprüfen. Damit ein Kaufvertrag gerichtlich einklagbar ist, muss der Vertrag grundsätzlich beurkundet sein, entweder durch einen Notar oder Grundbuchbeamten.

Voraussetzung für die Übertragung des Eigentums ist aber die Eintragung in das türkische Grundbuch. Sie hat konstitutiven, also einen das Eigentumsrecht begründeten Charakter. Käufer und Verkäufer müssen vor dem Grundbuchbeamten, nicht vor dem Notar, erklären, dass das Eigentum übergehen soll. Bei ausländischen Käufern wird immer ein vereidigter Dolmetscher hinzugezogen.

Bei Eigentumswohnungen müssen Sie vor der Unterschrift überprüfen, ob die Eigentumswohnungen im rechtlichen Sinne bestehen. Nur dann können Sie auch daran Eigentum erwerben. Voraussetzung ist eine durch den türkischen Grundbuchbeamten beurkundete Teilungserklärung, in der die Aufteilung des Gebäudes in rechtlich selbstständige Wohnungen erklärt wird. Lassen Sie sich die Statuten der Eigentümergemeinschaft vorlegen. Das „Tapu“ ist eine formularmäßige Bescheinigung über den Eigentümer samt Informationen über das Grundstück. Das Tapu erhalten Sie bei der Behörde namens „Tapumüdürlügü“. Legt Ihnen der Verkäufer oder Vermittler ein Tapu vor, ist darauf zu achten, dass es nicht gefälscht ist.

 

 

 

                3% vom deklarierten Wert im Grundbuch (Tapu) wird bei der „Ziraatbank“ bezahlt

                Kosten belaufen sich auf insgesamt ca. 50 Euro

                Bei ausländischen Käufern muss immer ein vereidigter Dolmetscher hinzugezogen werden.

                Als Dolmetschergebühr fällt ein Betrag von ca. 50-100 Euro und als Schreibgebühr

                ein Betrag von ca. 200-300 Euro an (Dokumente, Formulare, Kopien).

 

 

 

                Anmeldung, einmalig 150€ pro Wohnung

                Monatliche Kosten:

                0,13 Euro/KWh bei einem Verbrauch bis 150 KWh

                0,20 Euro/KWh bei einem Verbrauch ab 150 KWh

                Anmeldung, einmalig 90 Euro pro Wohnung

                Monatliche Kosten: 0,34 Euro bis 0,87 Euro pro m³

                Anmeldung, einmalig 8 Euro

                Monatliche Grundgebühr: 5 Euro

                Kosten je Einheit: 0,05 Euro